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Internationaler Workshop Anschließen – Ausschließen

 

Ostasiatisches Seminar, Chinastudien / Zentrum für Medienwissenschaften und Moderneforschung

Competence Area IV, Universität zu Köln

Kontakt: Angelika Michels Ostasiatisches Seminar, Chinastudien amichel1@uni-koeln.de

12.09.

18:00 Interne Veranstaltung


19:30 Abendessen

13.09.

09:30  Einführung

Stefan Kramer (Universität zu Köln, Ostasiatisches Seminar)


10:00 Netzwerke. Schwundstufen des Sozialen

Dieter Mersch (Zürcher Hochschule der Künste, Institut für Theorie)


10:45 Vernetzung: Netzwerkkritik

Stephan Packard (Universität zu Köln, Institut für Medienkultur und Theater)
 

Vernetzung: Anschluss durch Ausschluss, oder Facebook in Indien. Eine Kolonialismusdebatte

Peter Bexte (Kunsthochschule für Medien Köln, Lehrstuhl Ästhetik)


11:30 Kaffeepause


12:00 Teilhabe durch Teilen

Christina Bartz (Universität Paderborn, Institut für Medienwissenschaften)


12:45 Konkurrierende Verfahrensordnungen der Gewalt           

Gesa Lindemann (Universität Oldenburg, Insitut für Sozialwissenschaften)


13:30 Mittagspause


14:30 Die Herausforderungen von Migration, Integration und Exklusion

Marie-Claire Foblets (Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung, Halle)


15:15 Zur visuellen Hervorbringung von Ausschluss und Einschluss: Fotografie der Arbeitsmigration

Burcu Dogramaci (LMU München, Institut für Kunstgeschichte)


16:00 Kaffeepause


16:30 Speicherung: Paradoxien algorithmischer Supervisionen in der digitalen Weltgesellschaft.

Fatima Kastner (Kunsthochschule für Medien Köln, Globalisierungsdiskurse und digitale Transformation)


Speicherung: Dara García „The Nokdu Bookshop for the Living and the Dead", 2017

Nina Möntmann (Universität zu Köln, Institut für Kunst und Kunsttheorie)


17:15  Gemeinsame Diskussion


19:00 Abendessen

14.09.

09:30 Technologien der Muße

Jens Schröter (Universität Bonn, Institut für Sprach-, Medien- und Musikwissenschaft)


10:15 Standardisierung: tba

Martin Zillinger (Universität zu Köln, Institut für Ethnologie)

Standardisierung: Überwachungsnetzwerke und Sicherheitsstandards im Einbrecherfilm

Wolfram Nitsch (Universität zu Köln, Romanisches Seminar)


11:00 Kaffeepause


11:30 Übersetzung: Ausschluss, Anschluss, Einschluss: Zur (Un-)Übersetzbarkeit von Weltliteratur (mit einem praktischen Exkurs zu Gabriel García Márquez)

Gesine Müller (Universität zu Köln, Romanisches Seminar)


Übersetzung: Modelloperationen. Übersetzungsprozesse in Gestaltung und Wissenschaft

Carolin Höfler (TH Köln, Köln International School of Design)


12:15 Abschlussdiskussion


13:00 Mittagessen

Workshopthema

In globalisierten Netzwerken gilt Anschlussfähigkeit als wesentliche Voraussetzung von Teilhabe. Damit aber, so die diesem Workshop zugrunde gelegte These, ist ein Nerv im zeitgenössischen Weltverständnis berührt, welcher den Blick auf die ‚andere Seite‘ von Anschlussprogrammen in den Netzwerken von Medien, Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Recht, Politik, Kunst und Kultur erlaubt. Es ist also nach den mit diesen Programmen einhergehenden Ausschlüssen zu fragen, nach denjenigen abweichenden Strukturen, die sich über das Ideal einer die unterschiedlichen Konzepte der Moderne auf die eine oder andere Weise immer definierenden globalen Vernetzung hinaus nachweisen lassen.
Wie relevant diese Dimension bei einer Beschreibung und Erklärung ‚moderner‘ Wirklichkeiten ist, verdeutlichen prominent diskutierte Probleme wie ‚Hyperkonnektivität‘ oder ‚information overload‘, die mit der medial, ökonomisch und gesellschaftspolitisch protegierten Präferenz von Anschlussfähigkeit einhergehen. Derartige strukturelle Überlastungseffekte erzwingen geradezu ein zumindest partielles Sich-Selbst-Ausschließen. Dieses ist, so etwa unter den Stichworten ‚Entnetzung‘ oder ‚Achtsamkeit‘, längst zu einer weitreichenden Verhaltensform geworden. Deren zumeist noch unreflektiertes Resultat produziert diejenigen alternativen Vernetzungen, welche der Workshop diskutieren möchte: Praxis-, Kommunikations-, Medien- und Kunstformen, die im Schatten geregelter Anschlussoperationen entstehen und aus deren Perspektive nicht mehr als eine Störung darstellen. Tatsächlich aber gilt es herauszuarbeiten, in welcher Weise sie vielfältige soziale und kulturelle Modellierungs-, Beschreibungs- und Kooperationsmöglichkeiten eigenen Rechts eröffnen.
Im Vergleich von historischen Wandlungsprozessen wie auch von unterschiedlichen globalen, regionalen und lokalen Räumen führt das zu Fragen der Macht, der Teilhabe, der Selbst- und Fremdbestimmung sowie der fragmentarischen Wahrnehmung und symbolischen Narrativierung von Welt, die im Rahmen des Workshops analysiert werden sollen.